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Blick über den Beckenrand

Der Norden trifft den Süden

"Blick über den Beckenrand" ist eine Kooperation zwischen den ZdT geförderten Projekten "Alle ins Boot" der DLRG-Jugend Bayern und unserem Projekt "MEER.Verantwortung". Zusammen bieten wir verschiedene Workshops zu unterschiedlichen gesellschaftlichen Themen an und wollen alle Mitgliedern einladen, mal einen Blick über den Beckenrand zu wagen. Dazu laden wir Dich gerne ein! 

Online-Fortbildung 10.06.2022

„Ups, I did it again- ein Workshop zum Umgang mit Geschlecht, Erwartungen und Diversität“

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Blick über den Beckenrand“ fand das Onlineseminar „Ups, I did it again“ statt. Die Veranstaltungsreihe wurde in Kooperation von den beiden Demokratieprojekten „Alle ins Boot“ der DLRG-Jugend Bayern und „MEER.Verantwortung“ der DLRG Schleswig-Holstein initiiert.

Das Seminar machte bewusst, dass die deutsche Sprache mit dem Wort „Geschlecht“ leider nur ein Wort für die soziale und die biologische Betrachtung vorsieht, die dann meist nur die körperliche Sicht auf die Identität mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht darstellt. Es ist aber nicht alles wie es scheint oder gesellschaftlich zugewiesen wird.

Auf die Situation im eigenen und im Umfeld der DLRG wurde in den Gruppenarbeiten und Sessions eingegangen:
Die Teilnehmenden fanden heraus, dass es innerhalb der Organisation bereits viele Aktionen und Programme gibt und dass im Leitbild der DLRG-Jugend schon darauf eingegangen wird: „…gestalten wir ein Umfeld, in dem sich Frauen und Männer, Mädchen und Jungen unabhängig von existierenden Rollenzuschreibungen gleichberechtigt entsprechend ihren Bedürfnissen engagieren können“.

Bei Führungspersonen herrscht noch keine Geschlechtergerechtigkeit innerhalb der DLRG. In Einzelfällen gibt es auch grenzwertige übergriffige Situationen, die meist verbandsintern geregelt werden und die oftmals beleidigend sind, aber in wenigen Fällen strafrechtlich relevant sind.

Da bei Aktionen und Einsätzen der DLRG im Bereich der Hilfeleistung und im schwimmerischen Bereich körperliche Kontakte stattfinden ist eine besondere Sensibilisierung nötig. Hierfür sind Handlungsstrategien für die Wasserretter:innen nötig, die die gendergerechte Arbeit im Verband in den Focus rücken und Hauptamtler:innen und alle ehrenamtlich Tätigen unterstützen und ihnen Mut machen das Thema offen anzusprechen und innerhalb der DLRG zu verbreiten.

Gendergerechte Sprache ist zwar an vielen Stellen schon in Gebrauch, es gibt aber noch keine durchgängigen Regel hierfür.

Im Rettungssport ist noch nach klaren Richtlinien zu suchen, wie Teilnehmer:innen mit anderen als den normativ akzeptierten Identitäten eingestuft und eingewertet werden.

Das Seminar hat aufgezeigt, dass die DLRG zwar auf einem guten Weg, aber auf keinem Fall am Ziel angekommen ist und auch an vielen Stellen noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten ist.

Autor: Thomas Hain (DLRG-Jugend Bayern)

Online-Fortbildung 18.02.2022

Nicht mit mir!? Ausgrenzung erkennen und begegnen

Text folgt! 

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