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Presse

DLRG Statistik 2024: 25 Menschen in Schleswig-Holstein ertrunken

Veröffentlicht: 13.03.2025
Autor: Stine Henatsch

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat im vergangenen Jahr deutschlandweit 411 Ertrinkungsfälle verzeichnet - 25 Todesfälle davon in Schleswig-Holstein. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl gestiegen: 2023 zählte der Verband 378 Todesfälle (28 in Schleswig-Holstein) in Gewässern.

In Schleswig-Holstein mussten wir im vergangenen Jahr 25 tödliche Unglücke in den Gewässern verzeichnen. Das sind zwar drei Fälle weniger als im Jahr 2023, aber im Vergleich der letzten Jahre noch immer ein hoher Wert. Die Mehrheit der verunglückten Personen waren über 50 Jahre alt. Hitze und auch der Sprung ins kalte Wasser können den Körper
sehr belasten und zu gesundheitlichen Problem führen, die schnell lebensgefährlich werden. Angesichts weiter steigender Temperaturen im Zuge der klimatischen Veränderungen ist zu befürchten, dass solche Unfälle womöglich noch zunehmen werden. 

 

Die Todeszahlen sensibilisieren hoffentlich möglichst viele Menschen für die bevorstehende warme Jahreszeit. Mit Blick auf die kommenden Badesaison rufen wir dazu auf, die Freizeit an bewachten Badestellen zu verbringen und bei einer gehissten roten Flagge nicht ins Wasser zu gehen. Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass die Menschen die DLRG-Kennzeichnungen und Flaggen-Signale entweder nicht kennen oder teils auch bewusst missachten, beziehungsweise sie als unverbindlich eingeschätzt werden. 

 

Die Freizeit an den Küstenstränden während der Bademonate ist und bleibt aber besonders sicher. Tödliche Unfälle ereignen sich meistens abseits der bewachten Strände. In der Badesaison von Anfang Mai bis Ende September wachen jährlich über 3.500 Rettungsschwimmer*innen der DLRG entlang der Küste und an rund 50 Badestellen in Schleswig-Holstein und tragen zur Sicherheit bei. Waren im Jahr 2023 noch 14 Menschen am Meer ums Leben gekommen waren es 2024 9 Personen. Ohne die ehrenamtlichen Lebensretter hätte es mehr Unglücksfälle gegeben. Die Rettungsschwimmer retteten an Nord- und Ostsee im vergangenen Jahr 154 Menschen vor dem Ertrinken. Im Jahr zuvor waren es 112 gerettete Menschenleben. 

 

Als DLRG Schleswig-Holstein engagieren wir uns gemeinsam mit der Landesregierung und weiteren schwimmsporttreiben Verbänden die Schwimmfähigkeit im Land zwischen den Meeren weiter zu verbessern. Es bedarf auch weiterhin einer gemeinsamen Kraftanstrengung Schwimmhallen und Freibäder für den Schwimmunterricht als Daseinsvorsorge aufrecht zu erhalten. Wir appellieren daher an alle politischen Vertreter sich dafür einzusetzen, dass die Bäderinfrastruktur beim milliardenschweren Sondervermögen Infrastruktur des Bundes Berücksichtigung finden wird.

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