Historie

Seit rund 80 Jahren sorgt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft für Sicherheit im Land zwischen den Meeren und bildet Nichtschwimmer zu Schwimmern aus. 1926 gründete sich der DLRG-Landesverband Schleswig-Holstein. Nachdem die britischen Besatzer nach dem zweiten Weltkrieg die Neugründung der Wasserrettungsgruppen im Norden erlaubten, erhielten die DLRG-Gliederungen von Seiten der vielen Flüchtlinge einen enormen Zuwachs an Kindern- und Jugendlichen. Viele Jugendliche ließen sich bis dahin zwar in den Schwimmprüfungen ausbilden und leisteten im Sommer Wachdienst an den Küsten, Seen und Flüssen - nach der Badesaison waren die meisten von ihnen jedoch wieder verschwunden, oftmals um in anderen Organisationen Jugendarbeit zu leisten. Als erster DLRG-Landesverband legte Schleswig-Holstein 1951 - trotz ablehnender Haltung übergeordneter Gremien - den Bereich einer eigenen Jugendpflegearbeit in einer Satzung fest und wies der Jugend damit ein eigenes Arbeitsfeld zu, in das sich der Gesamtverband nur im Notfall einschalten durfte. Die Aufnahme der DLRG Schleswig-Holstein in den Landesjugendring 1952 gilt als Gründungsdatum der DLRG-Jugend.

Struktur

Der DLRG-Landesverband Schleswig-Holstein e.V. besteht aus rund 100 eigenständigen Ortsvereinen. Das war nicht immer so. Bis Mitte der 90-er Jahre gliederte sich der Verband in 17 Bezirke mit ihren Ortsgruppen. In einer Strukturreform wurden die Bezirke aufgelöst und den örtlichen DLRG-Gruppen größere Eigenverantwortung überlassen. Ein Kreisbeauftragter wirkt sowohl auf Stammverbands- als auch auf DLRG-Jugend-Ebene koordinierend zwischen den Gliederungen und vertritt deren Interessen im Landesverbandspräsidium bzw. Landesjugendrat. Knapp 32.000 Mitglieder engagieren sich aktiv oder fördernd in den DLRG-Gliederungen in Schleswig-Holstein.

Steckbrief

Historie
  • Gründung des Landesverbandes 1926
  • Schleswig-Holstein als Keimzelle der DLRG-Jugend (1952)
  • Strukturreform 1994
Struktur
  • 100 eigenständige Gliederungen
  • 32.000 Mitglieder
  • Kreisbeauftragte vertreten im Präsidium des Landesverbandes
Aufgaben
  • Aufklärung über Gefahren am und im Wasser
  • Ausbildung von Schwimmern und Rettungsschwimmern
  • Ausbildung von Spezialisten der Wasserrettung (Bootsführer, Rettungstaucher, Einsatzleiter, Sanitäter,...)
  • 1.600 ehrenamtliche Wachgänger an den Küsten, 1.700 an Binnengewässern und Schwimmbädern
  • Einsatzbereitschaften im Rettungsdienst und Katastrophenschutz
  • Absicherung von Wassersport- veranstaltungen
  • Breiten- und Gesundheitssport im und am Wasser
  • Erste Hilfe-Ausbildung
  • Rettungssport

Aufgaben

Seit ihrer Gründung kämpft die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft gegen den Ertrinkungstod, was gerade im Küstenland Schleswig-Holstein eine große Bedeutung einnimmt. Dazu klären die Rettungsschwimmer über die Gefahren im und am Wasser auf, bilden Nichtschwimmer zu Schwimmern aus und Schwimmer zu Rettungsschwimmern. Darüber hinaus versieht die DLRG einen Wasserrettungsdienst. An den Stränden werden jeden Sommer rund 1.700 ehrenamtliche DLRG-Mitglieder aus dem ganzen Bundesgebiet im Rahmen des "Zentralen Wasserrettungsdienst Küste" eingesetzt. Aber auch an Flüssen wie der Elbe, Seen, Hallen- und Freibädern sorgen über 2.000 Schleswig-Holsteiner Rettungsschwimmer für sicheres Wassersportvergnügen.
Verstärkt baut die DLRG Wasserrettungsgruppen auf, die im Rahmen des Rettungsdienstes oder erweiterten Katastrophenschutz tätig werden und bei Notfällen ausrücken. Rettungstaucher retten so eingebrochene Schlittschuhläufer oder sichern Deiche wasserseitig, DLRG-Sanitäter übernehmen die erste Versorgung im Wasser Verunglückter. Die Elbeflut im Sommer 2002 war der erste große Einsatz seit den Sturmfluten in den 60-er Jahren, bei dem die DLRG ihren Platz im Zusammenspiel der Hilfsorganisationen einnehmen konnte.
Bootsgruppen übernehmen die Absicherung von Ruder- oder Segelwettbewerben, wie beispielsweise auf der Kieler Woche.
Die einzelnen Aufgabenfelder sind in den einzelnen Gliederungen unterschiedlich stark ausgeprägt. Neben der Schwimmausbildung legen einige den Schwerpunkt auf gesundheitsfördernde Maßnahmen wie Wassergymnastik oder kreative Jugendarbeit, andere bilden die Bevölkerung in Erster Hilfe aus und stellen Einsatzgruppen der Wasserrettung, weitere sind im Rettungssport in Schwimmhallen oder bei Freiwasserwettkämpfen erfolgreich. Informieren Sie sich vor Ort über die konkreten Angebote.