Informationen für Pressevertreter/innen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in diesem u. g. Bereich finden Sie unsere FAQ zu den meisten Themen rund um die DLRG: "Strand & Sommer", "Wasserrettungsdienst Küste", "Schwimmen lernen", "Rettungsschwimmer werden", "Gefahren im und am Wasser", "richtiges Verhalten am Strand", "sicheres Baden", "Rettungsdienst", "Katastrophenschutz" und "DLRG allgemein"...

Zum schnelleren Auffinden der gewünschten Informationen nutzen Sie gerne auch die nachstehende Suchfunktion (Volltextsuche in Fragen und Antworten). - Die Antworttexte sind im Rahmen der Berichterstattung zur Nutzung freigegeben.

Bildmaterial zur Verwendung finden Sie auf den Webseiten des Bundesverbandes.

Sollten dann weiterführende Fragen auftauchen, wenden Sie sich an die rechts genannten Mitarbeiter.

FAQ & Pressetexte:

Wie viele Rettungsschwimmer sind jeden Sommer an Nord- und Ostseeküste für die DLRG im Einsatz?

In Schleswig-Holstein sind jeden Sommer zwischen dem 15. Mai und 15. September rund 2.500 ehrenamtliche Rettungsschwimmer/innen für die DLRG an Nord- und Ostseestränden im Einsatz.

Nimmt man die Strände aus Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern hinzu, sind es insgesamt rund 4.400 ehrenamtliche Einsatzkräfte.

Wie viele Rettungsschwimmer sind täglich an Nord- und Ostseeküste für die DLRG im Einsatz?

In Schleswig-Holstein sind zwischen dem 15. Mai und 15. September täglich rund 450 ehrenamtliche Rettungsschwimmer/innen für die DLRG an Nord- und Ostseestränden im Einsatz.

Nimmt man die Strände aus Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern hinzu, sind es insgesamt rund 800 ehrenamtliche Einsatzkräfte.

Wie viele DLRG-Stationen gibt es in Schleswig-Holstein?

In Schleswig-Holstein besetzt die DLRG über den zentralen Wasserrettungsdienst Küste (ZWRD-K) 50 Wachstationen an Strandabschnitten der Nord- und Ostseeküste (von Sylt bis Büsum und von Glücksburg bis Timmendorfer Strand).

Wie viele Wachstunden leisten die ehrenamtlichen DLRG-Retter jeden Sommer?

Die in Schleswig-Holstein aktiven ehrenamtlichen Rettungsschwimmer/innen leisten jeden Sommer weit über 320.000 Wachstunden in ihrer Freizeit bzw. ihrem Urlaub. 

Zu welchen Zeiten sind die Badestellen / Strände durch die DLRG bewacht?

Die Badestellen / Strände sind in der Regel vom 15. Mai bis 15. September jeden Jahres durch Rettungsschwimmer/innen der DLRG bewacht. An einigen, kleineren Strandabschnitten können die Bewachungszeiten abweichend sein und sich zum Beispiel nach dem Gästeaufkommen und/oder der Buchungssituation z. B. auf angrenzenden Campingplätzen richten.

Regulär sichern die DLRG-Retter die Badestellen in der Saison täglich zwischen 9.00 und 18.00 Uhr. – Bedingt durch Wetter oder Saison können diese Zeiten variieren.

Strand- und Badegäste sollten sich an den Strandzugängen, in der Tourist-Information, bei Strandkorbvermietern oder direkt an den DLRG-Stationen über die Besetzung mit Rettungsschwimmern, die (Bade-)Zeiten und eventuelle örtliche Gefahrenpotenziale informieren.

Woran erkenne ich einen Strandabschnitt, der durch Rettungsschwimmer der DLRG bewacht ist?

In der Regel wird schon über Infotafeln an der Promenade und den Strandzugängen auf bewachte oder unbewachte Badestellen hingewiesen.

Badegäste sollten auch auf individuelle Beschilderungen achten, die informieren sollte bei der Sicherung des Badebetriebes einmal vom sonst Üblichen abgewichen werden.

Sind DLRG-Rettungsschwimmer/innen im Dienst werden an der jeweiligen DLRG-Station eine DLRG-Flagge und eine rot-gelbe Signalflagge gehisst.

Die rot-gelbe Flagge bedeutet: „Wasserrettung im Dienst“

Wann sollte ich nicht baden / schwimmen gehen?

Badegäste sollten generell vom Baden bzw. Schwimmen absehen bei…

- Gewitter / Blitzschlag

- starken, ablandigen Winden

- starkem Seegang / Wellenschlag

- starken, ablandigen Strömungen

- starken Wasserverschmutzungen

- starken Wassersport-/Schiffsverkehr

- nicht bewachten Badestellen

Was bedeuten die Flaggensignale an den DLRG-Stationen?

Flaggen „rot über gelb“ (rot-gelb):

Eine Flagge „rot über gelb“ am Mast einer Wachstation zeigt ein gekennzeichnetes Badegebiet an, das von Rettungsschwimmern gesichert wird.

Flaggen derselben Farbgebung können zusätzlich direkt am Strand (an der Wasserkante) angebracht werden und begrenzen dann das bewachte Badegebiet.

Gelbe Flagge: Eine zusätzlich am Mast der Wachstation gesetzte gelbe Flagge signalisiert ein Badeverbot für ungeübte Schwimmer, Kinder und ältere Personen wegen ungeeigneter Wasser- und Wetterbedingungen.

Rote Flagge: Eine einzelne rote Flagge zeigt ein generelles Badeverbot wegen akuter Gefahrenlagen, wie Strömung, hoher Wellengang, Sturm oder Gewitter aber auch Wasserverschmutzung, beispielsweise Algen.

Was bedeuten „Risk Assessment“ und „Lifeguarded Beach / Bewachter Strand“?

Der Sicherheitsaspekt an Strand und Meer wird Badegästen und Einheimischen Strandbesuchern immer wichtiger!

Die Ertrinkungszahlen sind weltweit zu hoch und sinken nicht genug. Allein in Europa ertrinken jährlich 35.000 bis 40.000 Menschen.

Ergänzend zu der von der FEE (Foundation of Enviromental Education) vergebenen blauen Flagge, werden immer mehr Strände an der Nord- und Ostseeküste auch durch das „Rote Banner“ der internationalen „Life Saving Federation of Europe (ILSE)“ ausgezeichnet als Zeichen für die Einhaltung verbindlicher Sicherheitsvorgaben.

Die Rettungskommission der ILSE hat einen strategischen Ansatz für die Gefahrenanalyse entwickelt, der einen wesentlichen Beitrag für die Sicherheit der europäischen Badegebiete leisten wird. Dieses Modell wurde speziell für von der ILSE qualifizierte Gefahrengutachter (Risk Assessoren) entwickelt, die die Analyse der ausgewiesenen Badezonen in Europa durchführen sollen.

Ein derartig eingebettetes Programm der Gefahrenanalyse wird massiv bei der Vorbeugung zur Verhinderung von Ertrinkungstoden und zur Reduktion von Badeunfällen helfen. Es wird das Strandmanagement effektiv unterstützten und daher für Strandverwalter, Rettungsschwimmer und lokale Behörden / Strandbetreiber insgesamt dienlich sein.

Das Gefahrenanalyse-Modell wird daher jetzt auch im Rahmen der Internationale Life Saving Federation (ILS) mit Blick auf eine weltweite Anerkennung diskutiert.

Die Gefahrenanalyse ist in acht Einheiten aufgeteilt, die u.a. die folgenden Bereiche abdecken.

1.    Das betrachtete Gebiet:
Wie groß ist das begutachtete Areal und wie sieht es aus?

2.    Verwendung und Aktivitäten:
Welche Gebiete und Aktivitäten müssen ausgewiesen werden?

3.    Zugang für Rettungsdienste:
Wie gut und schnell können Rettungsdienste das erreichen?

4.    Öffentliche Rettungsmittel:
Welche öffentlichen Rettungsmittel und -einrichtungen stehen zur Verfügung?

5.    Signale / Zeichen:
Wird durch entsprechende Zeichen auf Gefahren hingewiesen?

6.    Öffentliche Sicherheitsinformationen:
Welche Sicherheitsinformationen sind wo erhältlich?

7.    Gefahren und Risiken:
Gebiet und wie sind diese einzuschätzen?

8.    Wasserrettungsdienst-Einrichtungen:
Welche Einrichtungen und Ausrüstungen für den Wasserrettungsdienst sind notwendig, sind sie vorhanden und wo liegen sie?

Alle Gefahrengutachter müssen von der ILSE geleitete und anerkannte Ausbildungs- und Analysekurse erfolgreich abgeschlossen und Fortbildungskurse besucht haben.

Welche Strände in Schleswig-Holstein sind bereits als „Lifeguarded Beach“ / „Bewachter Strand“ zertifiziert?

In Schleswig-Holstein ist bereits eine Reihe von der DLRG bewachter Badestrände mit dem Zertifikat „Lifeguarded Beach“ ausgezeichnet worden. Diese Strände haben das wertvolle Sigel nach Absolvierung der Risikobewertung („Risk Assessment“) von ILSE (Life Saving Federation of Europe) erhalten:

  • Scharbeutz/Haffkrug, Kreis OH        (24.06.2008)
  • Sierksdorf, Kreis OH                        (24.06.2008)
  • Großenbrode, Kreis OH                    (01.08.2009)
  • Neustadt in Holstein, Kreis OH         (01.05.2010)
  • Pelzerhaken, Kreis OH                     (01.05.2010)
  • Rettin, Kreis OH                              (01.05.2010)
  • Travemünde, Priwall, Kreis HL          (21.06.2013)
  • Travemünde, Hauptstrand, Kreis HL (21.06.2013)
  • Hasselberg, Kreis SL                       (05.08.2013)
  • Norgaardholz, Kreis SL                    (05.08.2013)
  • Heilgenhafen, Kreis OH                    (27.05.2014)

Für die Strände Wyk auf Föhr (Kreis NF) und Büsum (Kreis HEI) sind die Zertifizierung für 2015 in Vorbereitung.

(Stand 04/2015)

Wie hoch ist der Verdienst der Rettungsschwimmer pro Stunde / pro Tag?

Die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer/innen der DLRG erzielen durch ihren Dienst am Strand keinerlei Verdienst. – Sie sind rein ehrenamtlich und in ihrer Freizeit tätig.

Hierfür investieren sie Schul- oder Semesterferien, freie Arbeitstage oder sogar zwei bis drei Wochen ihres jährlichen Urlaubs. Manche sind sogar vier bis sechs Wochen pro Sommer im Dienst.

Für die Tätigkeit der  Rettungsschwimmer/innen stellen die Strandbetreiber / Tourismusbetriebe den DLRG-Rettern kostenlos Unterkünfte und Verpflegung. Es werden außerdem die angefallenen Reisekosten (die Retter kommen aus ganz Deutschland an die Küste) erstattet und ein kleiner Tagessatz von 5,- Euro bis 7,50 Euro (je nach Qualifikation) pro Tag gezahlt, um Mehrkosten z. B. für Getränke oder spezielle Sonnenschutzmittel, Bekleidung etc. abzudecken.

Rettungsschwimmer bei der DLRG: Beruf oder Ehrenamt?

Die Rettungsschwimmer/innen der DLRG sind rein ehrenamtlich und in ihrer Freizeit tätig. Hierfür investieren sie Schul- oder Semesterferien, freie Arbeitstage oder sogar zwei bis drei Wochen ihres jährlichen Urlaubs. Manche sind sogar vier bis sechs Wochen pro Sommer im Dienst.

Auch die rettungsschwimmerische Ausbildung, das Training und die sanitätsdienstliche bzw. Erste-Hilfe-Qualifikation absolvieren alle Retter in der Freizeit und auf eigene Kosten.

Anders als zum Beispiel in den USA retten die Helfer/innen der DLRG rein ehrenamtlich!

Die DLRG ist mit rund 1,25 Mio. Mitgliedern und Förderern die größte ehrenamtliche Wasserrettungsorganisation der Welt.

 

Woher / aus welchen Bundesländern kommen die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer, die jeden Sommer für die Badesicherheit an den Stränden sorgen?

Die Rettungsschwimmer/innen der DLRG kommen jeden Sommer aus ganz Deutschland, teils sogar aus dem benachbarten Ausland (wie Österreich oder Schweiz) an die Nord- und Ostseeküste Schleswig-Holsteins.

Ein Großteil der DLRG-Retter kommt aus Nordrhein-Westfalen (ca. 50%), gefolgt von Baden-Württemberg (ca. 12%), Niedersachsen und Hessen (je ca. 10%).

Welches Alter haben die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer, die jeden Sommer für die Badesicherheit an den Stränden sorgen?

Etwa 65% der Rettungsschwimmer/innen der DLRG, die zum Wasserrettungsdienst an die Küste kommen, sind zwischen 16 und 24 Jahren alt.

Ergänzt werden die Wachmannschaften durch erfahrene ehrenamtliche Fach- und Führungskräfte, die zwischen 30 und 50 Jahre alt sind.

Vereinzelt sind aber auch rüstige Senioren mit noch über 70 Jahren im Wasserrettungsdienst der DLRG aktiv.

In welchem Verhältnis sind die Geschlechter in den DLRG-Mannschaften vertreten?

Etwa 65% der Rettungsschwimmer/innen der DLRG, die zum Wasserrettungsdienst an die Küste kommen, sind männlichen Geschlechts, etwa 35% sind Mädchen und Frauen.

Welche Qualifikationen bringen die ehrenamtlichen DLRG-Retter mit?

Als aktuelle Mindestqualifikation bringen alle DLRG-Retter eine Ausbildung „Deutsches Rettungsschwimmabzeichen Silber“ und eine umfangreiche Erste-Hilfe-Ausbildung mit.

Darüber hinaus gibt es unter anderem das „Deutsche Rettungsschwimmabzeichen Gold“, eine Fachausbildung Wasserrettungsdienst / „Wasserretter“, Ausbildungen im Sanitätswesen (SAN A, SAN B, Rettungssanitäter, Rettungsassistent u. a.), Ausbilder-Qualifikationen, Bootsführer, Funker, Einsatztaucher und Wachleiter bzw. Wachführer. Vereinzelt sind zum Beispiel auch Krankenschwestern und Notärzte ehrenamtlich für die DLRG tätig.

Welche Qualifikationen hat ein Rettungsschwimmer der DLRG?

Als Mindestqualifikation müssen alle DLRG-Rettungsschwimmer/innen ab 16 Jahren ein aktuelles „Deutsches Rettungsschwimmabzeichen Silber“ und eine aktuelle, umfangreiche Erste-Hilfe-Ausbildung mitbringen.

Welche Qualifikationen hat ein Wachleiter / Wachführer der DLRG?

An jedem Strandabschnitt gibt es mindestens einen volljährigen, erfahrenen Wachleiter bzw. Wachführer (m/w), der eine spezielle Ausbildung für diese Tätigkeit absolviert hat.

Inhalte dieser Qualifikation sind u. a. alle fachlichen und rechtlichen Aspekte des Wasserrettungsdienstes, Einsatz- und Führungslehre, psychosoziale Prävention und Stationsführung.

Wer finanziert den Wasserrettungsdienst am Strand bzw. an den bewachten Badestellen an der Küste?

Die Strand- bzw. Badestellenbetreiber (Kommunen) sind im Rahmen ihrer Verkehrssicherungspflicht dafür zuständig und verantwortlich, eine Sicherung des Badebetriebes an ihren Stränden / Badestellen vorzuhalten. Um dieser Verpflichtung nachzukommen, kooperieren die Strandbetreiber u. a. mit der DLRG, um eine personelle und fachliche Besetzung der örtlichen Wasserrettungsstationen sicherzustellen.

Die komplette Finanzierung des gesamten Wasserrettungsdienstes tragen die Strand- bzw. Badestellenbetreiber. Hierin enthalten sind i. d. R. die Unterhaltung und der Betrieb der Wasserrettungsstationen und Rettungsschwimmerunterkünfte (inkl. Inventar), die rettungstechnische Ausstattung (vom Heftpflaster bis zum Motorrettungsboot) und die Kosten für die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer/innen. Zwar erhalten die ehrenamtlichen Retter keinen Arbeitslohn, doch werden ihnen Unterkunft, Verpflegung und ein kleines Tagegeld (5,- Euro bis 7,50 Euro täglich) gestellt und die Auslagen für die An- und Abreise erstattet.

Wie finanziert sich die Arbeit der DLRG generell?

Die Arbeit der DLRG finanziert sich zu einem deutlich überwiegenden Teil aus Mitgliedsbeiträgen der Vereinsmitglieder selbst und auch aus Spenden interessierter Bürger/innen.

Ergänzend erhält die DLRG für spezielle Bereiche ihrer Arbeit auch einen Anteil öffentlicher Fördermittel (wie z. B. für die Jugendverbandsarbeit, die Qualifizierung von Schwimmausbildern oder Spezialisten der Wasserrettung).

Die DLRG an sich arbeitet ehrenamtlich und gemeinnützig mit rund 1,25 Mio. Mitgliedern und Förderern aber nur einem sehr kleinen Anteil hauptberuflichen Personals (hauptsächlich in den Landesverbänden und im Bundesverband).

Wer finanziert die Ausstattung der DLRG?

Für die Finanzierung der Ausstattung gibt es in der DLRG verschiedene Wege bzw. Zuständigkeiten:

An Stränden bzw. Badestellen ist i. d. R. der jeweilige Betreiber für die Ausstattung zuständig – und das vom Heftpflaster bis zum Motorrettungsboot, von der Wachstation bis zum Funkgerät.

Im örtlichen Einsatzbereich der Ortsverbände (= DLRG-Gliederungen) wird die Ausstattung (vom Einsatzwagen bis zum Rettungsboot, von der Bekleidung bis zur Sanitätstasche) in der Regel durch die DLRG-Gliederungen selbst, sprich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden oder teils öffentlichen Zuschüssen finanziert.

Eine öffentliche, flächendeckende Finanzierung von Materialien und Ausstattungsgegenständen für die DLRG gibt es in Schleswig-Holstein nicht. – Nur in wenigen Bereichen, wie etwa der Jugendverbands- und Bildungsarbeit, der Multiplikatoren-Ausbildung im Bereich Schwimmen und Rettungsschwimmen und der Qualifizierung von spezialisierten Katastrophenschutz-Fachkräften gibt es anteilig öffentliche Fördermitteln.

Rettungsdienstgesetz – Wie organisiert die DLRG die Wasserrettung als unterstützender Bestandteil des Rettungsdienstes?

Die DLRG hält im Landesverband Schleswig-Holstein regional nahezu flächendeckend Wasserrettungseinheiten vor, die den landgebundenen Rettungsdienst bei Notfällen im, am und auf dem Wasser unterstützen können.

Die Entscheidung für eine Alarmierung treffen die jeweiligen Rettungsleitstellen, welche den Notfalleinsatz bearbeiten.

In der Regel sind die DLRG-Wasserrettungseinheiten mit Einsatzfahrzeugen, Motorrettungsbooten und entsprechenden Bootstrailern ausgestattet, um die jeweiligen Einsatzstellen auch über den Landweg schnell zu erreichen.

Die Besatzung besteht mindestens aus qualifiziert ausgebildeten Rettungsschwimmern, Wasserrettern und Bootsführern. In speziellen Fällen unterstützen bei Bedarf auch Spezialkräfte wie z. B. Einsatztaucher.

Die Wasserrettungseinheiten der DLRG in Schleswig-Holstein werden rein durch ehrenamtliche Kräfte besetzt (ähnlich z. B. einer freiwilligen Feuerwehr).

Bislang (Stand 04/2015) ist die Wasserrettung in Schleswig-Holstein im Rettungsdienstgesetz des Landes nicht explizit verankert; eine Novellierung des Gesetzes ist in Arbeit. Der Landesverband der DLRG ist bemüht, eine Aufnahme der Wasserrettung in das neue Rettungsdienstgesetz zu erreichen, um auf der einen Seite die ehrenamtlichen Einsatzkräfte rechtlich abzusichern (Gleichstellung z. B. mit Einsatzkräften der freiwilligen Feuerwehren) und auch die aus den Einsätzen resultierenden Kosten (z. B. Kraftstoffe, Verbrauchsmittel etc.) mit den Leistungsträgern (z. B. Krankenkassen) abrechnen zu können.

Bislang finanzieren die DLRG-Einheiten ihre Einsätze aus Eigenmitteln (Mitgliedsbeiträgen, Spenden u. ä.).

Abgrenzung: Die Wasserrettung im Rahmen des Rettungsdienstgesetzes ist komplett separat vom regulären Wasserrettungsdienst (s. o.) an Stränden und Badestellen zu betrachten; hier sind allein die Strandbetreiber für Organisation und laufende Kosten verantwortlich!

Katastrophenschutzgesetz: Wie organisiert die DLRG die Mitwirkung im Katastrophenschutz in Schleswig-Holstein?

Die DLRG hält im Landesverband Schleswig-Holstein überregional derzeit 3 Wasserrettungszüge vor, die im Fall von Großschadenslagen wie z. B. Sturmfluten, Hochwasser (z. B. Elbe) die landgebundenen Hilfsorganisationen und Feuerwehren im, am und auf dem Wasser unterstützen können.

Die Entscheidung für eine Alarmierung dieser Wasserrettungszüge treffen die unteren Katastrophenschutzbehörden der jeweiligen Landkreise und kreisfreien Städte, welche die Einsätze im Katastrophenfall koordinieren.

In der Regel sind die DLRG-Wasserrettungseinheiten mit mehreren Einsatzfahrzeugen, Sanitätsausrüstungen, Motorrettungsbooten, Hochwasserbooten und entsprechenden Bootstrailern ausgestattet, um die jeweiligen Einsatzgebiete über den Landweg schnell zu erreichen.

Die Besatzung besteht mindestens aus qualifiziert ausgebildeten Zug- und Truppführern, Rettungsschwimmern, Wasserrettern und Bootsführern. In speziellen Fällen unterstützen bei Bedarf auch Spezialkräfte wie z. B. Einsatztaucher, Strömungsretter.

Die Wasserrettungszüge der DLRG in Schleswig-Holstein werden rein durch ehrenamtliche Kräfte besetzt (ähnlich z. B. einer freiwilligen Feuerwehr).

Eine offizielle, behördliche Anerkennung als Katastrophenschutz-Einheit hat bislang aber lediglich der DLRG-Wasserrettungszug im Kreis Pinneberg erhalten.

Bislang (Stand 04/2015) ist die Wasserrettung in Schleswig-Holstein im Katastrophenschutzgesetz des Landes nicht explizit verankert; eine Novellierung des Gesetzes ist in Aussicht gestellt. Der Landesverband der DLRG ist bemüht, eine Aufnahme der Wasserrettung in das neue Katastrophenschutzgesetz zu erreichen, um auf der einen Seite die ehrenamtlichen Einsatzkräfte rechtlich abzusichern (Gleichstellung z. B. mit Einsatzkräften der freiwilligen Feuerwehren) und auch die aus den Einsätzen resultierenden Kosten (z. B. Kraftstoffe, Verbrauchsmittel etc.) mit den Leistungsträgern (Kreise, kreisfreie Städte) unkomplizierter abrechnen zu können.

Bislang finanzieren die DLRG-Einheiten in den Wasserrettungszügen ihre Ausstattungen und Qualifizierungsmaßnahmen überwiegend aus Eigenmitteln (Mitgliedsbeiträgen, Spenden u. ä.).

Wie entwickelt sich die Schwimmfähigkeit von Erwachsene und Kindern?

„Ein Viertel der Deutschen kann kaum schwimmen“:

23,3% der deutschen Bevölkerung können nach eigenen Angaben gar nicht oder nur schlecht schwimmen. Das hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ergeben.  Bei diesen Menschen ist das Risiko zu ertrinken besonders hoch. 87,3% der Bevölkerung halten zudem kommunale Schwimmbäder für sehr wichtig oder wichtig.

Während 76,7% der Befragten ab 14 Jahre angaben, schwimmen zu können, sinkt der Ausbildungsgrad der jüngeren Kinder im Durchschnitt nach Angaben der Eltern auf 66,1%. Das sind erste sichtbare Folgen der Bäderschließung und der Probleme des Sportunterrichtes in den Schulen, so die Analyse der DLRG.

Weiterführende Informationen finden sich hier: http://www.dlrg.de/presse/pm-emnid-umfrage.html

Welche Gefahren in / an Küstengewässern sind zu beachten?

Das Baden und Schwimmen im Meer ist gefährlicher als in den Binnengewässern. In kurzer Zeit ändert sich oft der Grund, Tiefen entstehen, Sandbänke bilden sich oder verschwinden. Wind und Strömung, gutes und schlechtes Wetter beeinflussen dauernd das Wasser. Das ruhigste Badegebiet kann durch umschlagenden Wind und ungünstig laufende Strömung innerhalb weniger Minuten zum tosenden Meer werden. Deshalb niemals an unbewachten Stellen rausschwimmen und an bewachten Stellen immer auf die Sicherheits-Beflaggung achten!

Besondere Informationen und Erläuterungen zu Brandung und Strömung an Meeresstränden finden sich hier: http://www.dlrg.de/informieren/gefahren/kuestengewaesser.html

Welche Wetterlagen können Gefahren mitbringen?

Wetterlagen an der Küste können sich oftmals innerhalb weniger Minuten ändern: aufkommende Winde, Strömungen, Gezeiten oder gar Gewitter können Strand- und Badegäste in Gefahr bringen!

Deshalb niemals an unbewachten Stellen rausschwimmen und an bewachten Stellen immer auf die Sicherheits-Beflaggung achten!

Besondere Informationen und Erläuterungen zu Brandung und Strömung an Meeresstränden finden sich hier: http://www.dlrg.de/informieren/gefahren/kuestengewaesser.html

Kinder am Strand – Wie organisiere ich einen sicheren Badetag?

Es ist wichtig, dass Eltern mit Ihren Kindern über die Sicherheit im und am Wasser sprechen, damit sie verstehen, dass der Aufenthalt am Strand ebenso ernst zu nehmen ist wie das Bewegen im Straßenverkehr.

Eltern sollten sichere und überschaubare Regeln für die Kinder schaffen und die Kinder immer im Auge behalten.

Eltern bzw. Begleitpersonen sollten Kinder am Strand zu keinem Zeitpunkt allein lassen, auch dann nicht, wenn sie auf die Toilette oder zum Auto gehen um etwas zu holen. Es muss stets für eine geeignete Aufsichtsperson gesorgt werden!

Was ist zu tun, wenn ein Kind verschwindet?

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Kinder und Eltern einander am Strand verlieren. Glücklicherweise verschwinden die Kinder meistens an Land und nicht im Wasser. Kinder werden oft in Nähe von Spielplätzen, Eiskiosken oder anderen für Kinder besonders interessanten Einrichtungen gefunden.

Für den „Fall der Fälle“:

  • Versuchen Sie Panik zu vermeiden.
  • Beginnen Sie mit der Suche zunächst in unmittelbarer Umgebung ihres Aufenthaltsortes.
  • Fragen Sie Ihre Strandnachbarn.
  • Befinden sich Rettungsschwimmer am Strand, nehmen Sie Kontakt mit diesen auf.
  • Geben Sie eine kurze und genaue Beschreibung des Kindes: Alter, Name, Kleidung, Haarfarbe, Größe usw.
  • Berichten Sie wo und wann Sie das Kind zuletzt gesehen haben.
  • Kinder gehen oft in die Richtung, in der sie die Sonne im Rücken haben.
  • Wenn Sie mehrere Kinder dabei haben, sorgen Sie dafür, dass jemand auf die anderen aufpasst, während Sie suchen.
  • Wenn das Kind zuletzt im Wasser gesehen wurde, ist immer davon auszugehen, dass es in Lebensgefahr schwebt.- Rufen Sie sofort 112 an, wenden Sie sich an die Rettungsschwimmer am Strand.

Wie gefährlich sind (Feuer-)Quallen für Badegäste und was ist nach Quallen-Kontakt zu tun?

Wie an allen Meeresstränden ist auch an der Nord- und Ostseeküste mit dem Vorkommen von Quallen zu rechnen. Deren Vorkommen und Anzahl wird durch Wind- und Strömungsrichtungen aber auch von der Wassertemperatur beeinflusst.

Hauptsächlich sind zwei Arten anzutreffen:

Die Ohrenqualle (Aurelia aurita) ist für Badende überwiegend harmlos (da nur schwach nesselnd) und kommt recht häufig an den Küsten der Nord- und Ostsee vor. Sie ist leicht erkennbar an ihrer fast durchsichtigen, leicht milchigen Erscheinung und den vier Ringen Rinden sowie den darunter gardinenartig hängenden bräunlichen Mundarmen. 

Eine Begegnung mit stark nesselnden Quallen, wie der Gelben Signal- oder Haarqualle (besser bekannt als „Feuerqualle“; Cyanea capillata) hingegen kann durchaus unangenehm werden. Sie sind gut an ihrer leuchtend gelb-orangen Farbe zu erkennen. Feuerquellen sind Nesseltiere. Die Kapseln und Nesselfäden können mitunter starke Schmerzen auslösen und zu Hautveränderungen führen, die denen von Verbrennungen gleichen und behandelt werden müssen.

Es können sogar Narben zurückbleiben und allergische Reaktionen in allen Schweregraden auftreten.

Die Quallen greifen die Badenden nicht an, aber eine leichte Berührung der Tentakel reicht schon aus, um die Qualle zum Nesseln zu bringen. Gelegentlich treiben auch abgerissene Tentakeln im Wasser, die ebenfalls noch nesseln.

Erste Hilfe nach Quallen-Kontakt

Was kann man tun? – Erste Hilfe nach Quallen-Kontakt:

  • Auf Eigenschutz achten.
  • Abschaben der betroffenen Hautstellen mit Rasierschaum oder/und Sand.
  • Entfernen des Nesseltiers oder der auf der Haut zurückgebliebenen Teile (Nesselfäden); auch tote Tiere oder Teile können noch Gift abgegeben (nesseln).
  • Spülen mit Meerwasser.
  • Spülen mit Essig (kein Süßwasser).
  • Keimarme Bedeckung der betroffenen Hautstellen.
  • Ständige Kontrolle der Vitalfunktionen des Verletzten.

Vorsicht: Süßwasser und alkoholische Flüssigkeiten können zum Platzen der gifthaltigen Kapseln führen und so ungewollt die Wirkung noch verschlimmern.

Bei starken allergischen Reaktionen kontaktieren Sie die Rettungsschwimmer am Strand und setzen Sie einen Notruf ab (Tel.-Nr. 112).

Gibt es vorbeugende Maßnahmen bei Vorkommen von (Feuer-) Quallen?

Vorbeugende Maßnahmen:

Bei einem sichtbaren Massenvorkommen von Feuerquallen sollte auf das Baden verzichtet werden! 

Da auch tote Quallen, die am Strand angespült liegen, noch nesseln können, empfiehlt sich das Tragen von Badeschuhen. Erwachsene sollten insbesondere auf Kinder achten, die am Strand spielen.

Wer dennoch unbedingt baden möchte, sollte in Ufernähe bleiben, um nach einem Quallen-Kontakt schnell aus dem Wasser zu gelangen. Unter Wasser sollten die Augen nicht geöffnet werden, da diese bei Kontakt mit Nesselfäden schwer verletzt werden können.

Was muss ich tun, wenn ich Munitionsreste, Kampfstoffe oder z. B. Phosphor am Strand finde?

Immer wieder kommt es vor, dass Strandbesucher und Badegäste angeschwemmte Munitionsreste, Kampfstoffe oder Phosphor (ähnelt ggf. Bernstein) stoßen. – Von all diesen Altlasten der beiden Weltkriege kann eine erhebliche Gefahr für Gesundheit und Leben ausgehen!

Strandbesucher und Badegäste werden aufgefordert, bei unklaren oder verdächtigen Funden, die Polizei (Tel.-Nr. 110) und die Rettungsschwimmer vor Ort zu informieren, die Funde nicht zu berühren,  Kinder und andere Badegäste hiervon fern zu halten und den Fund bis zum Eintreffen der Polizei aus größerer Distanz im Auge zu behalten!

Hintergründe:

Bei Bombardierungen von militärischen Einrichtungen an unseren Küsten während beider Weltkriege verfehlte ein nicht unbeträchtlicher Anteil von Munition ihr Ziel und fiel ins Meer. Zusätzlich wurden vor allem nach Ende des 2. Weltkrieges große Mengen konventioneller und chemischer Kampfmittel in Nord- und Ostsee größtenteils in direkter Küstennähe versenkt.

Heute, über 60 Jahre nach Kriegsende, kommt es hierdurch immer noch zu Schadensfällen, da die meisten munitionsbelasteten Gebiete bisher nicht saniert worden sind.

Ein Unfallschwerpunkt in Schleswig-Holstein liegt z. B. im Bereich der Kieler Bucht und Kieler Förde vor den Orten Heidkate, Kalifornien und Schönberger Strand, wo Munitionsreste oder phosphorhaltige Brandmittel regelmäßig angeschwemmt werden und als vermeintlicher Bernstein zu schweren Verbrennungen bei Sammlern führen. Aber auch in den Bereichen der Eckernförder Bucht vor Schwedeneck und Dänisch Nienhof oder nördlich zwischen Waabs, Damp und Schönhagen kann es ebenso zu vermehrten Anschwemmungen kommen wie in der Lübecker und Neustädter Bucht zwischen Pelzerhaken und Timmendorfer Strand bzw. Travemünde. An der Nordsee können schwerpunktmäßig Bereiche der Sylter Westküste und z. B. die Nordwestküste der Insel Amrum betroffen sein. (Aber auch alle anderen Regionen der Nord- und Ostseeküste sind vor Anschwemmungen niemals zu 100% sicher.)

Brisante Strandfunde können z. B. Nitrozellulose (Treibladungen, Aussehen wie Fossilien oder „Wunderkerzen“), Weißer Phosphor (entzündet sich selbst, sobald er trocken ist!), Schießwolle (giftiger Sprengstoff; Aussehen wie rot-braune Steine oder Fossilien), oder sehr selten chemische Kampfstoffe (z. B. Giftgase, Tränengas oder sogar Senfgas) sein. 

Mehr Informationen: www.munition-im-meer.de

Warum kann es vorkommen, dass ein DLRG-Turm nicht besetzt ist?

Die Badesaison an der Nord- und Ostseeküste in Schleswig-Holstein geht in der Regel vom 15. Mai bis 15. September jeden Jahres. Besonders an großen Strandabschnitten werden die Stationen der DLRG üblicherweise in dieser Zeit besetzt sein, mindestens an der jeweiligen Hauptstation. Es gibt aber auch Strandabschnitte, die deutlich später, z. B. nur in der Hauptferienzeit durch Rettungsschwimmer/innen gesichert werden. – Es ist daher stets auf die Beflaggung an den DLRG-Stationen oder ggf. ergänzende Beschilderungen zu achten, die den Badegästen eine Sicherung des Badebetriebes durch Rettungsschwimmer/innen anzeigen.

Es kann aufgrund der ehrenamtlichen Struktur des DLRG-Wasserrettungsdienstes vor allem in der Vor- und Nachsaison vorkommen, dass eine DLRG-Station ggf. vorübergehend nicht besetzt werden kann. Zur eigenen Sicherheit sollten Badegäste dann ggf. auf einen bewachten Strand(abschnitt) ausweichen. Besonders Familien mit Kindern und ungeübten Badegästen wird empfohlen, in der Nähe von ausgebildeten Rettungsschwimmern im Meer zu baden. 

Ein unbesetzter DLRG-Turm ist an der fehlenden Beflaggung (keine DLRG-Flagge und keine Flagge rot/gelb) schon aus der Ferne zu erkennen.

Sollte vor einem unbesetzten DLRG-Turm eine Notlage eintreten, sollte sofort ein Notruf über Tel. 112 abgesetzt werden!

PSNV für DLRG-Rettungsschwimmer: Gibt es eine psychosoziale Nachbereitung von belastenden Einsätzen?

Aufgrund von erhöhten oder schwerwiegenden Einsatzaufkommen kommt es immer wieder vor, dass eine psychosoziale Nachbereitung von belastenden Einsätzen erfolgen muss, um die nachhaltige Gesundheit der ehrenamtlichen Rettungsschwimmer/-innen sicherzustellen. 

Rettungsschwimmer/-innen und Ersthelfer/-innen benötigten eine psychosoziale Notfallversorgung nach unterschiedlichen belastenden (Einsatz-)Situationen, wie z. B. …

  • (teils erfolglosen) Suchen nach Vermissten
  • schweren Erste-Hilfe-Fällen / Reanimationen
  • Todesfällen / Leichenbergungen

Auch die langfristige, angespannte Wetter- und Gefahrenlagen insgesamt können für große psychische Belastungssituationen sorgen.

Die Alarmierung eines Teams zur Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) erfolgt entweder durch die… 

  • Rettungsleitstelle (parallel zum alarmierten Rettungsdienst) oder durch die
  • DLRG-Wach-/Abschnitts-/Einsatzleitung im Nachgang zu den belastenden Einsätzen.

Die Koordination aller ausgebildeten PSNV-Kräfte in Schleswig-Holstein erfolgt über das Innenministerium bzw. den Landesfeuerwehrverband.

Die Rettungsleitstellen entsenden dann die örtlich nächste, ausgebildete PSNV-Kraft, die mit den betroffenen Einsatzkräften in die psychosoziale Bearbeitung der Belastungssituation geht. 

Einsatznachsorge als Teil der sekundären Prävention findet Tage bis 2-3 Wochen nach Einsatzabschluss statt und beinhaltet methodisch-strukturierte Maßnahmen im Rahmen von Einzelberatungs- und Gruppennachsorgegesprächen inkl. einer Bedürfnis- und Bedarfserhebung sowie der Vermittlung ins berufliche oder soziale Netzwerk bzw. zu internen oder externen psychosozialen Hilfen. 

Die Einsatznachsorge ist ein wichtiger Bestandteil der Betreuung unser ehrenamtlichen, teils minderjährigen DLRG-Rettungsschwimmer/-innen, um nachhaltig deren Gesundheit zu sichern und die Einsatzbereitschaft und Einsatzfähigkeit aufrecht zu erhalten. 

Mehr Informationen: www.psnv.sh

Baderegeln, Eisregeln, allgemeine Verhaltensregeln (z. B. auch für Surfer und Kiter)

Die allgemeinen Baderegeln sind nicht nur für Kinder und Anfängerschwimmer relevant. Auch Erwachsenen sollten sie befolgen, bevor sie sich ins kühle Nass stürzen!

Ebenso gibt es hilfreiche Regeln z. B. für das Betreten von Eisflächen oder auch allgemeiner Art bzw. speziell für Wassersportler. - Diese finden sich ausführlich hier:

http://www.dlrg.de/informieren.html bzw.

http://sh.dlrg.de/wissen.html

Wie kann ich bei der DLRG Schwimmen lernen (Breitenausbildung) und / oder Rettungsschwimmer werden?

Die DLRG-Gliederungen vor Ort bieten viele Angebote und Kurse an, die sich schwerpunktmäßig stark voneinander unterscheiden können. Nicht jede Gliederung deckt alle Bereiche ab. Die Schwimmausbildung findet ausschließlich in den örtlichen DLRG-Gliederungen statt. Es gibt keine zentrale Anmeldemöglichkeit!

Wenden Sie sich bitte direkt an eine Ortsgruppe in ihrer Nähe (Suchfunktion).

Ausbildungsinhalte Schwimm- und Rettungsschwimmabzeichen:

Vorbereitung auf die Schwimmausbildung: Frühschwimmer (Seepferdchen)

Folgende Schwimmabzeichen können absolviert werden:

Jugendschwimmabzeichen (Bronze, Silber und Gold)

Schwimmabzeichen ab 18 Jahren (Bronze, Silber und Gold)

Vorbereitung auf die Rettungsschwimmausbildung: Juniorretter

Folgende Rettungsschwimmabzeichen können absolviert werden:

Rettungsschwimmabzeichen (Bronze, Silber und Gold)

Außerdem bietet die DLRG das Schnorcheltauchabzeichen an:

Deutsches Schnorcheltauchabzeichen