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03.04.2017 Montag DLRG in Schleswig-Holstein hat einen neuen Präsidenten

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft in Schleswig-Holstein hat einen neuen Präsidenten: Die Landesverbandshaupttagung wählte am Sonntag, 02. April 2017 Jochen Möller als Nachfolger von Dr. Christoph Mager.

Der bisherige Vorstand der DLRG Schleswig-Holstein in einem Boot. (Vorstand 2013-2017)

Der bisherige Vorstand der DLRG Schleswig-Holstein in einem Boot. (Vorstand 2013-2017)

Jochen Möller aus Wedel löst Dr. Christoph Mager als Chef der rund 30.000 Lebensretter im Norden ab. Mager trat nach sieben Jahren als DLRG-Präsident nicht mehr an, da sich das Ehrenamt nur schwer mit seiner beruflichen Tätigkeit als Landrat des Kreises Herzogtum Lauenburg in Einklang bringen lässt. Der 45-jährige Jochen Möller, im Hauptberuf Leiter Unternehmensservice einer Sparkasse, übernimmt den Vorsitz des DLRG-Vorstands, nachdem er sich bereits die letzten vier Jahre als Vizepräsident einarbeiten konnte. Mit ihm übernimmt ein völlig neu zusammengesetztes Vorstandsteam aus neuen und erfahrenen Kräften „MEER.Verantwortung.2017.“ – so das Motto der DLRG-Landesverbandshaupttagung in der Stadthalle Neumünster am ersten Aprilwochenende.

Auf weitere 4 Jahre:
Das Steuer des Landesverbandes wurde von Dr. Christoph Mager an Jochen Möller weitergegeben. - Hier der neue Vorstand mit allen Mitgliedern nach der Wahl in Neumünster.

Auf weitere 4 Jahre: Das Steuer des Landesverbandes wurde von Dr. Christoph Mager an Jochen Möller weitergegeben. - Hier der neue Vorstand mit allen Mitgliedern nach der Wahl in Neumünster.

Während der Sonntag von Wahlen und formalen Beschlüssen geprägt war, setzten sich die rund 250 Delegierten aus den über 100 DLRG-Ortsgruppen am Samstag mit den vergangenen Leistungen und zukünftigen Aufgaben der DLRG in Schleswig-Holstein auseinander. Zu einer Feierstunde konnte Dr. Christoph Mager – zu diesem Zeitpunkt noch Präsident – sowohl den Innenminister des Landes Schleswig-Holstein Stefan Studt als auch weitere Vertreter der im Landtag vertretenen Parteien – wie CDU-Fraktionschef Daniel Günther, SSW-Fraktionsvorsitzenden Lars Harms sowie Grünen-Landtagsabgeordnete Ines Strehlau – begrüßen.

DLRG-Chef Mager lobte die Landespolitik unter anderem für das Förderprogramm für Schwimmstätten, kritisierte aber auch deutlich die insgesamt unzureichende Versorgung mit Hallenbädern im Land. Besonders enttäuscht zeigte er sich, dass es in der Legislaturperiode nicht gelungen ist, die Wasserrettung ins Rettungsdienstgesetz aufzunehmen, wie es in allen anderen Bundesländern üblich ist. Landtagspräsident Klaus Schlie kritisierte in diesem Zusammenhang sowohl die Eifersüchteleien der Hilfs- und Rettungsorganisationen als auch die mangelnde Entscheidungsfreude im Gesetzgebungsverfahren. Die Vertreter der anwesenden Landtagsfraktionen versprachen der DLRG einen neuen Anlauf, plädierten aber auch für einen engen Dialog zwischen den Hilfsorganisationen untereinander und mit der Politik.

Neben den konkreten DLRG-Aufgaben ging es auf der Haupttagung aber auch um die Zukunft des Ehrenamtes grundsätzlich. Dazu brachte Ayaan Hussein von der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen den Teilnehmenden und Gästen die Ergebnisse der aktuellen Trendforschung zu diesem Thema nahe. Poetry-Slammerin Mona Harry sorgte zudem für die richtige regionale Motivation.

Sehr positiv zu verzeichnen waren die vielen Ehrungen, die zu diesem besonderen Anlass während des Tagungswochenendes vorgenommen werden konnten. Viermal konnte die Ehrenplakette des Landesverbandes verliehen werden. Über diese durften sich Lore Jessen (Hamburg), Dietmar Frohberg (Fehmarn), Rainer Lehmkuhl (Wahlstedt) und Heinz Lange (Fehmarn) freuen. Dreimal wurde im Verlauf des Wochenendes das Verdienstabzeichen in Gold an Kai Jacobsen, Renate Rieken und Dr. Christoph Mager (mit Brillant) verliehen.

Außerdem erfreut sich der DLRG Landesverband SH seit Samstagabend eines neuen Ehrenmitgliedes: Uwe Lensch, der aus dem Amt des LV-Vizepräsidenten ausschied.
Die Wertschätzung dieser unentgeltlichen langjährigen Arbeit mittels Ehrungen ist im Verein nicht wegzudenken. Für wünschenswert halten es die Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer der DLRG, dass auch aus Politik und Gesellschaft mehr Anerkennung und Wertschätzung für das Ehrenamt kommt.

In vier Jahren wird dann erneut eine Zwischenbilanz gezogen und über die weitere Zukunft der DLRG diskutiert.

Den vollständigen neuen Vorstand des DLRG-Landesverbandes Schleswig-Holstein finden Sie als Übersicht hier. - Oder auch weiterführende Informationen, Dokumentationen und Bilder zur Tagung.

Kategorie(n)
Presse, Allgemein, MeerVerantwortung

Von: Thies O. Wolfhagen

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