Selbsterklärung des DLRG Landesverbandes Schleswig-Holstein & der DLRG-Jugend Schleswig-Holstein

Im Rahmen des Projektes Kindeswohlgefährdung entstand die Idee allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der DLRG und DLRG-Jugend im Landesverband Schleswig-Holstein ein gemeinsames Wertesystem zu geben. Hieraus entstand diese Selbsterklärung. 

Die hier abgedruckte Selbsterklärung wurde am 27./28.04.2013 auf der Landesverbandshaupttagung der DLRG und dem Landesjugendtag der DLRG-Jugend des Landesverbandes Schleswig-Holstein von den Delegierten unterschrieben und zur weiteren Anwendung empfohlen. 

Natürlich bietet eine solche Erklärung für sich genommen keinen Schutz. Jeder kann hier unterschreiben und später ganz anders handeln. Dennoch beinhaltet die Anwendung der Selbsterklärung im Alltag eine Chance zur Reflexion des eigenen Handelns und des Handelns anderer in unserem Verband. 

Die Punkte der Selbsterklärung regen zur Auseinandersetzung mit den angesprochenen Themenfeldern an. Sie ermöglichen die Diskussion dieser kritischen Themen mit jedem einzelnen Mitarbeitenden der DLRG und der DLRG-Jugend im Landesverband Schleswig-Holstein. 

Wenn die Selbsterklärung nicht nur ein weiterer Zettel bleibt, den man irgendwo abheftet, sondern gelebte Kultur in unserem Vereinsalltag wird, kann daraus eine Kultur des Aufeinander-Achtens, der Offenheit und des Vertrauens erwachsen. In einem solchen Umfeld haben es Täter und Täterinnen schwer, unerkannt zu bleiben und Betroffene verhältnismäßig leicht, sich zu öffnen, sich jemandem anzuvertrauen und Hilfe zu suchen.

Wie geht man mit der Selbsterklärung um, hier einige Ansätze:

  • Die Selbsterklärung wird bei Mitarbeiteraus- und Weiterbildungen thematisiert und durchgesprochen. Dies kann durch Diskussionen in Kleingruppen oder im Plenum passieren, durch spielerische Ansätze, durch Selbstreflektion, … Die Hauptsache ist, dass die Grundsätze der Selbsterklärung bei den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen präsent und verankert sind.
  • Bei Verdachtsfällen kann die Selbsterklärung dazu dienen, sich selbst und dem potentiellen Täter eventuell vergessene Grundsätze wieder ins Gedächtnis zu rufen, sein eigenes Verhalten und das anderer anhand dieser Leitlinien zu reflektieren und Verhaltensrichtlinien für die Zukunft zu entwickeln.